Infektionschirurgie in der Orthopädie
Salzburg

Zweizeitiger Wechsel
Abfolge des zweizeitigen Wechsels: Platzhalter (mittig) und Reimplantation der Endoprothese (rechts)

Eine der mit Recht am meisten gefürchteten Komplikationen in der orthopädischen Chirurgie stellt die Infektion von Endoprothesen (Kunstgelenken) dar.

Prinzipiell muss man zwischen Frühinfekten (meist noch während des stationären Aufenthaltes) und Spätinfekten (teilweise Jahre nach der sogennanten Primärimplantation) unterscheiden.


Ergebnis nach Reimplantation
Wechsel einer infizierten, zementierten Endoprothese, Platzhalter individuell geformt. Ergebnis nach Reimplantation rechts

Bei Frühinfekten besteht die Möglichkeit des Prothesenerhaltes, hierbei werden nur modulare Teile gewechselt und das Gelenk entsprechend debridiert und gespült. Im Falle des Spätinfektes muss das Kunstgelenk in den meisten Fällen zweizeitig gewechselt werden, das heißt, das infizierte Gelenk wird ausgebaut und ein antibiotisch imprägnierter Platzhalter wird eingebracht. Nach 6 bis 12 Wochen kann dann bei zufriedenstellendem Verlauf ein neues Kunstgelenk eingesetzt werden.