Endoprothetik – künstlicher Gelenksersatz

Neben meiner Position als Abteilungsleiter der Orthopädie an der EMCO Privatklinik bin ich Gründer und Leiter des ersten Endoprothetikzentrums in Salzburg (EPZ). Die Erfolgsfaktoren des Zentrums sind umfangreiche Erfahrung durch hohe Fallzahlen, modernste Ausbildung und Operationsmethoden, neue Entwicklungen beim Gelenksersatz sowie die exzellente Zusammenarbeit mit vor- und nachgelagerten Bereichen wie etwa der Rehabilitation.

 

Zertifizierung sichert höchste Qualität in allen Bereichen des künstlichen Gelenksersatzes

Eine logische Weiterentwicklung dieser Kompetenzen für noch größeren Patientennutzen war daher die Schaffung eines Endoprothetik-Zentrums (EPZ) und dessen Zertifizierung nach internationalen Qualitätsstandards. Dabei erfolgt eine intensive Durchleuchtung aller für Patienten wichtigen Aspekte durch Experten des unabhängigen Prüfungs-Instituts endoCert.

Der Leiter des EPZ am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz Primarius Dr. Hochreiter bringt dies auf den Punkt: „Wer diesen aufwändigen und strengen Prozess positiv absolviert, gehört zur orthopädischen Elite in Europa. Das endoCert-Qualitätssiegel garantiert unseren Patienten, sich nicht nur im unmittelbar medizinischen Bereich, sondern auch im gesamten Umfeld auf optimale und konsequent überwachte Top-Betreuung verlassen zu können“.

Die namengebende Endoprothetik, also der Gelenksersatz vor allem in Hüfte und Knie, ist ein stark wachsender Bereich. So sind bedingt durch die demografische Entwicklung etwa 1,5 Millionen Österreicher von Arthrose betroffen und viele damit Kandidaten für Hüft- oder Kniegelenkstransplantationen.

Vom Erstkontakt über die genaue Diagnostik und die Wahl der Operationsmethode bis hin zur Rehabilitation und Nachbetreuung für rasche Rückkehr ins Alltagsleben erfolgt alles bei uns im Haus. Ein eingespieltes Zentrumsteam aus Spezialisten aus Medizin, Pflege und Rehabilitation erstellt für jeden Patienten ein maßgeschneidertes Behandlungs- und Rehabilitationskonzept.

Kriterien für das endoCert-Siegel

Für die Auszeichnung mit dem endoCert-Zertifikat der deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie muss exzellentes chirurgisches Wissen und hohe Erfahrung der Operateure nachgewiesen werden. So muss jeder Hauptoperateur jährlich mindestens 50 Implantate einsetzen. Ebenso ist eine möglichst geringe Komplikationsrate ein wichtiges Kriterium.

Viele komplexe Prozesse werden dafür durchleuchtet. Gleiches gilt für die Bereiche Pflege und Administration. Auch die verwendeten Prothesen und Materialien werden geprüft und müssen höchsten Qualitätsanforderungen entsprechen. Außerdem müssen neben dem Krankenhausteam auch die in der Patientenversorgung integrierten externen Partner wie Orthopädietechniker und Bandagisten die gesetzten Kriterien erfüllen.

HTEP – Hüfttotalendoprothesensystem
HTEP – Hüfttotalendoprothesensystem
KTEP – Knietotalendoprothese
KTEP – Knietotalendoprothese
Hemischlittenprothese – teilweiser Gelenksersatz
Hemischlittenprothese – teilweiser Gelenksersatz


Der künstliche Gelenksersatz (z. B. Hüftendoprothese, Knieendoprothese) stellt an sich eine der erfolgreichsten Operationen der letzten Jahrzehnte dar.

HTEP Versorgung
HTEP Versorgung - Präoperativer Befund, digitale Planung, postoperativer Befund

Mein Spezialgebiet ist die minimal-invasive Implantation von Kunstgelenken aber auch der Austausch derselben (sogenannte Revisionsendoprothetik). Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik “Minimal Invasive Chirurgie” und “Revisionsendoprothetik”.


Zur Erlernung unserer Methode der minimal-invasiven Implantation von Kunstgelenken darf ich immer wieder internationale Gäste willkommen heißen. Zuletzt besuchte mich eine Kollegengruppe aus Japan, die spezielle Methode der maximal muskelschonenden Hüftimplantation erlernen möchte.